Die traurige Geschichte des Naturschutzgebietes Barnbruch von 2007 bis 2015

2007

Kiefern Monokulturen bestimmen  das Bild - frisch ausgebaggerte Gräben entwässern den Barnbruch - tote Eichen säumen den Weg - der Grundwasserspiegel ist bis 2m gefallen -

Bilder von einem  Spaziergang im Barnbruch

2008 

Pressemitteilung des NABU-Ortsgruppe Wolfsburg (Auszug) :

Eines der wichtigsten Naturschutzgebiete in Niedersachsen, der Barnbruch, trocknet immer mehr aus. Besonders der Waldbereich der komplett nach FFH (Flora Fauna Habitat) Richtlinie geschützt ist, leidet unter einem immensen Wasserverlust. Der Wald hat einen sehr hohen Schutzstatus, als Naturschutzgebiet, als FFH Gebiet und nach EU Recht als Vogelschutzgebiet. Da Kiefern nicht gerne im feuchten Untergrund wachsen, wurden unzählige Entwässerungsgräben angelegt um den Barnbruch zu entwässern. Diese Gräben bestehen bis heute und sorgen dafür, dass das Wasser schnell aus Land und Forstwirtschaftlichen Gebieten abläuft. In den letzen Jahrzehnten haben sich trotz sehr starker Entwässerung in vielen Bereichen noch Feuchtstandorte gehalten, die den großen Schatz des FFH Gebietes darstellten. Im Pflege und Entwicklungsplan wird darauf hingewiesen, dass die feuchten Bereiche dringend erhalten werden müssen.

Pressemitteilung des NABU Wolfsburg

2009

Der damalige niedersächsische Umweltminister Sander (FDP) hat ein Gutachten über den Zustand des Barnbruch  erstellen lassen. Maßnahmen, die vom nieders. Umweltministerium ausgehen, sind bis heute nicht zu erkennen.

2013

Der Wassergehalt im Barnbruch sinkt extrem ab, das ist lebensbedrohend für das Feuchtgebiet. Es ist sehr dringend. - Anlieger und Bewirtschafter werden nicht beeinträchtigt. Das Gesamtprojekt wird kostenmäßig auf 1Million Euro geschätzt. Davon will das Land mindestens 90% tragen.

 Wolfsburger Nachrichten 7. 9. 2013 

2015

Herber Rückschlag gegen das schleichende Austrocknen des Waldgebiets Barnbruch. Es sei beschlossen worden, "die Maßnahmen angesichts des ungünstigen Kosten-Nutzen -Verhältnisses nicht weiter zu verfolgen." Da fehlen 7 Millionen Kubikmeter  Wasser jährlich. Der Grundwasserstand ist auf 2m abgesunken.

Wolfsburger Nachrichten 14.4. 2015     

 2015

Die vielversprechendsten Varianten bestehen in der Zuführung von Fremdwasser. Aus dem Mittellandkanal und/oder aus dem  Elbe-Seitenkanal könnte  Wasser für  das Waldgebiet abgezapft werden

Wolfsburger Nachrichten  7.4. 2015