Feldhecke

                                                                            Raum für viele Tiere  

 

        So weit entfernen sich die Tiere von einer Feldhecke:
  ______________________________         150m   Erdkröte
  __________________________________________________    250m    Igel
  __________  50m    Laufkäfer
  ______________________________  150m    Wiesel
  ________________________________________  200m    Spitzmaus
  __________  50m    Neuntöter
  __________  50m   Ameise
  ____________________________   150m     Goldammer

 Quelle:Barth, Wolf-Eberhardt (1995): Naturschutz: das Machbare. Paul Parey Verlag, Hamburg.

 

  Das bietet eine Feldhecke den Tieren:

1. Lebensraum

Plätze an dem ein Tier seine Ruhezeit verbringt (z. B. Steinkauz, Hermelin, Erdkröte), seine Eier ablegt  (z. B. Zauneidechse, Goldammer, Bockkäfer), die Jungen aufzieht (z.B. Igel, Dorngrasmücke,Turmfalke), oder an dem sich die Larvenentwicklung abspielt (z. B. Lehmwespe, Schmetterling, Bockkäfer).

 

2.Deckung

Räume, wohin ein Tier vor Feinden oder bei Störungen während der Nahrungsaufnahme fliehen kann (z. B. Feldhase, Rebhuhn) oder sich vor ungünstigen Witterungsverhältnissen (Regen, Wind, Trockenheit, Hitze) zurückziehen kann (z. B. Insekten, Erdkröte, Rebhuhn).

 

3.Nahrung

Hier findet ein Tier hauptsächlich seine Nahrung. Viele Heckenbewohner ernähren sich allerdings außerhalb des Gehölzes (z. B. Waldohreule, Turmfalke, Hermelin). Einige holen sich ihre Nahrung zum Teil aus den umliegenden Feldern (z. B. Zauneidechse, Erdkröte). Einige wiederum ernähren sich im Frühling und im Sommer außerhalb des Gehölzes und fressen im Herbst und Winter Beeren von Sträuchern (z. B. Drossel). Schließlich können sich zahlreiche Arten vollständig in der Hecke verköstigen (z. B. Schnecken, Bockkäfer). Weitere Arten (Honigbiene) kommen ausschließlich zur Nahrungsaufnahme.

 

4.Sitzwarte

Von hier aus können Luft- und Bodenjäger (Eulen, Greifvögel, Würger und Fliegenschnäpper) das freie Feld überblicken und zu Beuteflügen starten. Darüber hinaus dienen sie als Singwarte zur Markierung von Revieren.

 

5.Überwinterung

Hier können Tiere die kalte Jahreszeit verbringen. Haselmaus und Igel sind echte Winterschläfer. Erdkröte und Zauneidechse fallen in eine Winterstarre. Gehäuseschnecken verschließen ihre Gehäuse mit einem Kalkdeckel. Lehmwespen überwintern als Puppen. Die Überwinterungsplätze müssen absolut störungsfrei sein, sonst können die Tiere zugrunde gehen.

 

 

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